Das Ziel dieser Diplomarbeit war die Entwicklung und Validierung von Stimuli um eine Voraussetzung der Empathieforschung zu untersuchen, und zwar die Self-Other Distinction. Hierfür wurden Videos entwickelt, in denen eine Target-Person emotionale Lebensereignisse beschreibt: entweder so, wie sie sich tatsächlich zugetragen haben (kongruente Videos), oder mit einer unerwarteten und "unüblichen" emotionalen Reaktion (inkongruente Videos). Es wurde die Hypothese aufgestellt, dass aufgrund unterschiedlicher Gefühle bei Versuchspersonen, je nachdem ob diese/r sich einfühlt oder bei den eigenen Emotionen bleibt, bei inkongruenten Videos Self-Other Distinction sichtbar wird. Emotionen wurden mithilfe eines Affect Rating Dials operationalisiert. In der Umsetzung wurden die Versuchspersonen gebeten sich einerseits in die Target-Person einzufühlen und deren Gefühlsvalenz einzuschätzen (perceivers' other-ratings) und andererseits sich selbst in diese Situation hineinzuversetzen und die eigene Gefühlsvalenz einzustufen (perceivers' self-ratings). Diese Einstufungen dienten als Grundlage der Datenanalyse (Varianzanalyse). Bei den inkongruenten Videos zeigte sich bei den Versuchspersonen eine signifikante Self-Other Distinction und somit können diese Videos als geeignete Stimuli zur Untersuchung von Self-Other Distinction im Kontext der Empathie angesehen werden.